Talk im Funkhaus
Woher kommt der Schwung für die Wirtschaft in MV?
Wie bleibt Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich stark – und woher kommt der notwendige Schwung für die Zukunft? Über diese und weitere Fragen wurde am 8. September beim „Talk im Funkhaus“ im Landesfunkhaus Schwerin diskutiert. Mit dabei: Thomas Jezerkowski von AMAS Technology.
Tourismus, Ernährungs- und Landwirtschaft, erneuerbare Energien, Logistik, maritime Wirtschaft und produzierende Unternehmen – viele Branchen in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor großen Veränderungen. Gleichzeitig kämpft insbesondere der ländliche Raum mit einer zentralen Herausforderung: Wie gewinnen und halten wir die Menschen, die wir für Wachstum und Innovation brauchen?
Als Maschinenbauunternehmen aus Neu Kaliß kennt AMAS Technology diese Herausforderung aus erster Hand. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln und fertigen unter anderem komplexe Prüf- und Produktionssysteme für die Luftfahrt sowie Trainingsmodelle für die Bundeswehr.
Auf dem Podium machte Thomas Jezerkowski deutlich, dass gerade für Unternehmen im ländlichen Raum die Rahmenbedingungen entscheidend sind:
„Jeder, der was werden will, der bleibt nicht hier, der geht in die Ballungsräume.“
Ein Problem sei insbesondere die fehlende Infrastruktur für junge Menschen. Wer als Auszubildender noch nicht selbst mobil ist, habe es im ländlichen Raum schwerer, seinen Arbeitsplatz zu erreichen. Für Unternehmen bedeutet das: Wir müssen selbst aktiv werden.
AMAS Technology geht deshalb frühzeitig in Schulen, engagiert sich auf Berufsmessen und sucht den direkten Kontakt zu jungen Menschen. Das bedeutet zusätzlichen Einsatz – teilweise auch außerhalb der regulären Arbeitszeit. Denn Fachkräftegewinnung beginnt nicht erst mit der Stellenanzeige, sondern lange davor.
Wunsch an die Politik: Rahmenbedingungen schaffen
Auch bei der abschließenden Fragerunde an die Politik wurde deutlich, dass die Wirtschaft vor allem eines braucht: verlässliche und funktionierende Rahmenbedingungen.
Thomas Jezerkowski formulierte seinen Wunsch entsprechend klar:
„Man sollte erstmal das umsetzen, was versprochen worden ist – und wirklich dafür sorgen, dass der Rahmen drumherum passt.“
Weniger Bürokratie, bessere Bedingungen für Forschung und Entwicklung, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen sowie mehr Mut zu Veränderungen waren weitere zentrale Forderungen aus der Runde.
Für AMAS Technology steht dabei fest: Unternehmen wollen gestalten und investieren. Dafür braucht es jedoch einen Rahmen, der Wachstum nicht ausbremst.
Gerade Mecklenburg-Vorpommern bietet enormes Potenzial – auch außerhalb der großen Städte. Innovative Unternehmen, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie starke Ausbildungs- und Arbeitsplätze sind bereits da.
Jetzt kommt es darauf an, dieses Potenzial zu nutzen und gemeinsam für den notwendigen Schwung für die Wirtschaft in MV zu sorgen.
